Analyse zum Anschlag in Manchester/UK

Am 22.5.2017 ereignete sich um 22:30 Uhr Ortszeit ein Anschlag direkt nach einem Popkonzert der Sängerin Ariane Grande in der Manchester Arena in Manchester, UK. Die Halle war mit 21.000 Personen ausverkauft. Die Explosion fand im Foyer der Halle statt, der Attentäter nutzte eine Bombe, welche mit Nägeln präpariert war, um die Anzahl der Opfer zu maximieren. Die bisher bestätigte Anzahl der Todesopfer beläuft sich auf 22, darunter viele Kinder und Jugendliche. Weitere 64 Personen wurden verletzt, von denen sich 20 in einem kritischen Zustand befinden. Mittlerweile hat sich die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (ISIS) zu diesem Anschlag bekannt.

Wir möchten hier auf sicherheitsrelevante Hintergründe dieses Anschlags eingehen:

  • Menschenansammlungen stellen immer ein potenzielles Ziel für Terroristen dar, da hier ein weitaus größerer Schaden angerichtet werden kann, als wenn auf einzelne Personen Attentate verübt werden müssten. Beim Anschlag in Manchester positionierte sich der Attentäter strategisch so, dass er möglichst viel Schaden auf einmal anrichten konnte. Der Zeitpunkt bei Ende des Konzerts und die genaue Position beim Ein- bzw. Ausgangsbereich verdeutlichen erneut, wie angreifbar eine Menschenmenge zu „Stoßzeiten“ – v.a. bei den Zugängen, selbst in geschützte Objekte, sein kann.
    Meiden Sie daher nach Möglichkeit große Ansammlungen, besonders auf öffentlichen Plätzen (z.B. auch vor jüdischen Schulen oder Synagogen) und achten Sie bei Kommens- und Gehensphasen auf Ihre Umgebung. Betreten und verlassen Sie rasch die jeweiligen Eingangsbereiche.
  • Eine Anschlagsplanung muss nicht sehr kompliziert sein. Allein das Wissen oder die Annahme, wann besondere Veranstaltungen wo stattfinden, ermöglicht es, sich ein Ziel auszuwählen.
    Achten Sie darauf, in welchem Rahmen Sie Veranstaltungen, Treffen, Events oder dergleichen ankündigen und wer noch Zugriff auf diese Informationen hat. Prüfen Sie zum Beispiel auch, wer auf Facebook oder anderen Plattformen Informationen einsehen kann und welche Veranstaltungen auf öffentlich zugänglichen Websites beworben werden.
  • Seien Sie in jedem Fall Ihrer Umgebung gegenüber wachsam und melden Sie verdächtiges Verhalten von Personen oder verdächtige Gegenstände der Polizei (133) und dem Sicherheitsapparat der IKG Wien (013698526).

 

Sie können sich u.a. über folgende Seiten laufend über aktuelle Ereignisse diesen Anschlag betreffend informieren:

 

SZ

Der Standard

NZZ