Analyse des Anschlags in Ansbach

Rucksack des mutmaßlichen Täters (c)DPA

Sonntag Abend um ca. 22:00 ereignete sich in Ansbach, Deutschland ein Selbstmordanschlag. Der Attentäter trug den Sprengstoff in seinem Rucksack und zündete diesen beim Eingang eines Musikfestivals.

Zwölf Personen wurden verletzt, drei davon schwer. Der Täter wurde durch die Explosion in den Tod gerissen.

Der Tatverdächtige ist ein 27-jähriger Syrer, der seit 2 Jahren in Deutschland lebt, dessen Asylantrag aber abgelehnt wurde. Ob es einen islamistischen Hintergrund gibt, ist zu der Zeit als dieses Posting verfasst wurde, noch unklar.

 

Wir möchten hier auf sicherheitsrelevante Aspekte dieses Anschlags eingehen. Manche dieser Hinweise finden sich auch in vorigen Postings, werden hier aber aufgrund ihrer Relevanz wiederholt.

 

Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen stellen immer ein potenzielles Ziel für Terroristen dar, da hier ein weitaus größerer Schaden angerichtet werden kann, als wenn auf einzelne Personen Attentate verübt werden.

Meiden Sie daher große Ansammlungen auf öffentlichen Plätzen, v.a. wenn Sie als potenzielles Anschlagsziel erkennbar sind (z.B. vor jüdischen Schulen oder Synagogen).

 

Die Planung eines Anschlags muss nicht sehr kompliziert sein. Allein das Wissen oder die Annahme, wann und wo bestimmte Veranstaltungen stattfinden, ermöglichen es, sich ein Ziel auszuwählen.

Achten Sie darauf, in welchem Rahmen Sie Veranstaltungen, Treffen, Events oder dergleichen ankündigen und wer außerdem noch Zugriff auf diese Informationen haben könnte.

 

Seien Sie in Menschenmengen immer aufmerksam und melden Sie unbegleitete Gegenstände wie z.B. Rucksäcke, Taschen, Koffer, Töpfe, usw. Fassen Sie unbeaufsichtigte Gegenstände niemals selber an, sondern informieren Sie Polizei und Sicherheitspersonal.

 

Der mutmaßliche Täter zündete den Sprengstoff bereits beim Eingang des Geländes als ihm der Eintritt verwehrt wurde. Nach Einschätzung der Behörden gäbe es weit mehr Opfer, hätte sich der Täter Zugang zu dem Gelände verschafft.

Kooperieren Sie bei Eingangsbefragungen immer mit dem Sicherheitspersonal - das kann Leben retten!

 

Seien Sie in jedem Fall wachsam Ihrer Umgebung gegenüber und melden Sie verdächtiges Verhalten von Personen oder verdächtige Gegenstände der Polizei (133) und dem Sicherheitsapparat der IKG Wien (013698526).